Sonntag, 1. September 2013

Ufer 8, Düsseldorf

Zum JGA einer Freundin das erste Mal da gewesen: das Ufer 8 in Düsseldorf.
Es war so heiß an dem Tag, dass erst einmal mehrere große Flaschen Wasser bestellt werden mussten. Nach langem Studieren der Speisekarte hab ich mich dann endlich entschieden: Trotz super lecker klingender Vorspeisen, wird's heute nur eine Hauptspeise, man muss schließlich Platz für den Nachtisch lassen ;-) Ich entscheide mich für das Lammcurry Anapurna mit Cashewnüssen und Basmatireis für 14,50 Euro von der normalen Karte. Es ist gerade Pfifferling-Zeit und es gibt noch ne Sonderkarte mit lauter Gerichten. Eine aus unserer Gruppe fragt nach, was es auf der Sonderkarte gibt, aber das Personal ist überfordert und es muss der Chef geholt werden. Wie peinlich!
Da wir mit insgesamt 15 Mädels eine recht große Gruppe sind, dauert das Bestellen etwas länger, aber unser Kellner ist sehr nett und geduldig. Es werden einige Vorspeisen bestellt und der große Überraschungskorb mit einer Auswahl aus der Vorspeisenkarte sieht sehr lecker aus, nehme mir vor, den beim nächsten Mal auszuprobieren.

Dann werden noch jede Menge Hugos und Aperol Spritz bestellt und dann kommt endlich mein Essen. Das Lammcurry ist super lecker. Zugegeben meine letzte richtige Mahlzeit ist um diese Uhrzeit schon etwas länger her und wenn man richtig hungrig ist, wirkt alles sehr lecker, aber das Lammfleisch ist ganz zart und die Currysauce pikant aber nicht zu scharf. Die Cashewnüsse sind knackig und passen perfekt. Ich schaffe es fast, den ganzen Teller aufzuessen, was für mich sehr ungewöhnlich ist.

Und da ich ja schon keine Vorspeise hatte, bestellte ich mir die Sünde in Form eines Nachtisch, wie ca. 50 Prozent der Mädels: Fondant au Chocolat im Fruchtspiegel. Das klingt jetzt hochgestochen und französisch, ist aber genial: ein heißer Schokokuchen mit flüssigem Schokokern auf einem Fruchtspiegel aus Mango und Himbeer. Das ist soooooo geil! Man verbrennt sich die Zunge am heißen Schokokern, wenn man nicht aufpasst, aber dieser Nachtisch ist die kleine Verletzung im Mund allemal wert. Eigentlich bin ich schon satt, aber ich MUSS einfach alles aufessen, alles andere wäre illegal und strafbar ;-)

Die Rechnung fällt auch ok aus und man kann sogar mit EC-Karte zahlen, ist auch immer positiv zu bemerken.

Danach bin ich nochmal da und trinke Hugo und esse eine kleine Vorspeise: Gegrillter Oktopus mit Fenchelgemüse und Oliven für 5,90 Euro. Sehr lecker vor allem mit den schwarzen Oliven. Ich probiere noch etwas vom Tafelspitz-Carpaccio vom pommerschen Rind mit einer Senf-Vinaigrette, aber das ist so garnicht mein Fall, aber ich mag auch sonst kein Tafelspitz, von daher war das arme pommersche Rind wohl von Anfang an auf verlorenen Posten bei mir.

Wenn ich schon über das Ufer 8 schreibe, sollte ich natürlich noch was über die nette Lage schreiben, direkt am Rhein gelegen und mit loungigen Sitzgelegenheiten draußen, sehr gemütlich und entspannt, genau das richtige für eine warme Sommernacht. Wird also sicher nächstes Jahr spätestens im Sommer wieder besucht.

Location: Rathausufer 8, 40231 Düsseldorf
Telefon: (0211) 200 51 40
Preise: nicht so rasend günstig, aber ok
Empfehlung: Hugo, der heiße Schokokuchen
Erstbesuch: 3. August 2013 

Montag, 25. März 2013

Klosterhof - Bistro im Maxhaus, Düsseldorf

Nach viel zu langer Pause nun endlich wieder was Neues in der Leckerliste. Diesmal waren wir im Rahmen des "tour de menu" Düsseldorf im Klosterhof - Bistro im Maxhaus. Wir hatten Bilder des Restaurants schon früher gesehen und wollten das Lokal, was sich im ehemaligen Klostergarten befindet, der nun überdacht ist und von einem Kreuzgang umgeben ist, unbedingt mal sehen. Das Menü unter dem Motto "Kulinarische Spezialitäten entlang des Jakobsweges" klang ansprechend. Aber den Tisch dort telefonisch zu reservieren war leider unmöglich, denn das Restaurant war trotz mehrmaliger Versuche während der angegebenen Öffnungszeietn nicht erreichbar. Per E-Mail klappte es dann aber doch. Normalerweise hat das Bistro nur bis 17.30 Uhr geöffnet, anlässlich des "tour de menu" wurden die Pforten auch abends ab 18 Uhr geöffnet, das Menü gab es allerdings nur an ausgewählten Tagen.

Wir kamen ein wenig später ins Restaurant, da uns die Düsseldorfer Baustellen mal wieder einen Strich durch die Rechnung machten. Der erste Eindruck war sehr gut. Das Ambiente des Raums ist wirklich sehr schön. Leider war die Bestuhlung und Betischung recht eng und fantasielos in schnurgeraden Reihen und wir wurden an einen kleinen Zweitertisch gesetzt, der gemeinsamen mit den anderen Zweiertischen den Eindruck eines klassischen Date-Restaurant aus amerikanischen Romantic Comedies erweckte.

Als Amuse Bouche kam zunächst sehr schnell zwei Wachtelbrustscheibchen auf einem Schinken-Lauchsalat begleitet  von einem Aperitif aus Prosecco und Limoncello, was sehr erfrischend und lecker war. Der erste Gang bestand dann aus Tomatisiertem Büffelmozzarella, Zwertomaten-Taggiasche Olivensalat, Bruschetta Napoli und Zitronatzitronen-Pinienkernsalätchen. Die Kombination aus Zitronat und Pinienkernen klang ungewöhnlich, war aber sehr lecker, das süß-bittere Zitronat passte sehr gut zu den knackig gerösteten Pinienkernen. Beim Abräumen wurden wir gefragt, ob es mit dem nächsten Gang weitergehen dürfe und wir bejahten. Danach warteten wir trotz Nachfragen noch geschlagene 30 Minuten, während der Nebentisch in der gleichen Zeit zwei Gänge serviert bekam.

Als der zweite Gang, Variation von Krustentier und Pilgermuschel mit kleiner, passierter Fischsuppe und Sauce Rouille. Das Krustentier waren Shrimps und zu lange gegart, die Muscheln waren sehr lecker, aber die Sauce, in der sie serviert wurden, war übersalzen. Auch die Fischsuppe war sehr salzig, was aber sicher durch die Sauce Rouille auf Brot hätte ausgeglichen werden können. Die Sauce Rouille war da, aber das Brot fehlte (während auf allen anderen Tischen Brotkörbe standen) und wer will sie schon einfach so trinken. Beim Abräumen erinnern wir die Kellnerin nochmal daran, dass sie gleich mit dem nächsten Gang weitermachen kann. Aber auch diesmal warten wir 25 Minuten bis das Seehechtrückenfilet an Tempranillo Reduktion und Gaudi Tortilla serviert wird. Der Fisch ist auf den Punkt gebraten, außen knusprig  und innen ganz zart, die Tortilla eher unauffällig. Und dann gehts plötzlich Schlag auf Schlag und wir bekommen schnell den nächsten Gang: Kalbsrückensteak mit Hopfen Trüffeljus, grünem Spargel und Patata Bravas. Das Fleisch ist ziemlich gut, gut gebraten, recht rosa innendrin, dass das Jus mit Hopfen und Trüffel sein soll, schmeckt man nicht so stark, stört aber auch nicht. Der Spargel ist schön knackig und frisch, was für mich persönlich aber richtig stören war, war, dass die Patatas Bravas, die an sich sehr gut gebraten waren, in der Soße lagen, so dass sie weich und matschig wurden. Ich will meine Patatas Bravas knusprig!!!Achja, dann fand sich noch was auf dem Teller, das nicht angekündigt war, eine Art grüner Pudding, was sich als Paprikaflan herausstellte, der bei der vegetarischen Varianate des Menü vorgesehen war. Wahrscheinlich zu viel gekocht und nicht wegbekommen, egal, war sehr lecker und die Darreichungsform auch sehr nett.

Der Nachtisch kam glücklicherweise auch ohne lange Wartezeit und war super: 103er Marzipaneis, gebrannte Haselnüsse, Schokoladenpraline, dazu frisches Obst (Erdbeeren und Heidelbeeren). Eine sehr leckere Sache.

Alles in allem hatten wir das Gefühl, dass das Bistro personell unterbesetzt war und der Raum für das tour de menu sehr voll gestopft wurde, so dass sie deutlich mehr Gäste als normalerweise zu bewirten hatten und zu wenig Personal dafür eingeplant hatten. Das Personal war jedoch bemüht, wirkte aber gehetzt und überfordert. Das Essen war an einigen Stellen raffiniert und auch handwerklich in Ordnung. Wieder hingehen werden wir kaum, auch wenn das Ambiente wirklich etwas sehr besonderes ist. Zahlen konnte man dort übrigens nur bar. Preis-Leistungsverhältnis war jedoch mit 39,50 Euro für fünf Gänge inkl. Aperitif.

Location: Schulstraße 11, 40213 Düsseldorf
Telefon: (0211) 90 10 260
Preise: ok
Empfehlung: weniger Salz, mehr Personal
Erstbesuch: 22. März 2013


Dienstag, 4. September 2012

Van der Valk Airporthotel, Düsseldorf

Nachdem wir von Freunden gehört hatten, dass es wirklich nett ist, waren wir am vergangenen Sonntag beim Familienbrunch im Airporthotel Van der Valk. Es wird angepriesen als toll für Familien mit Kindern mit Kinderbuffet, zahlreichen warmen und kalten Speisen und für Kinder die Möglichkeit, selbst als Koch aktiv zu werden, kalte und warme Getraenke inklusive.

Tisch war schnell gebucht. Für Erwachsene kostet der Spass 25,50  Euro und Kinder ab 4 Jahren kosten 12,50 Euro, darunter kostenlos.

Wir bekommen einen Tisch am Fenster, der huebsch gedeckt ist, aber so ganz an Kinder gedacht haben die wohl nicht, denn es gibt Tischdecken, die unsere Soehne dazu einladen, einmal kraeftig zu ziehen. Sehr angenehm ist, dass bereits zwei grosse Kannen Wasser (einmal mit und einmal ohne Kohlensäure) auf dem Tisch stehen. Ein Hochstuhl für den ganz Kleinen ist schnell gebracht und wir gucken uns das Buffet an. Das was als Kinderbuffet angepriesen wird, ist ein kleiner Tisch auf Kinderhoehe mit drei Warmhaltebehältern: Spaghetti Bolognese, Bohnen mit speck und Geschnetzeltes mit Champignons. Das erste ist ein klassisches Kindergericht, aber die anderen beiden sehr untypisch und die Bohnenschuessel ist leer und bleibt es waehrend der Dauer unseres Besuchs auch.

Der Tisch, an dem die Kinder mit Kochmuetze und Schuerze gemeinsam mit einem Koch des Restaurants Pizza backen koennen, sieht hingegen sehr kindgerecht aus, aber wird beim ersten Besuch nicht von unserem Grossen genutzt.

Zu Trinken bekommen wir am Eingang Sekt, Orangensaft und Wasser angeboten. An warmen Sachen gibt es neben Kaffeegetränken aus grossen Automaten auch eine grosse Variation von Tee, Kakao kann man beim Servicepersonal direkt bestellen. Weitere Säfte und Wasser gibts auch am Buffet.

Das Speiseangebot kann man wohl als interessant beschreiben: Es gibt die klassischen Fruehstueckkomponenten wie Croissants, Brötchen (die aussehen wie rohe Teiglinge), Brot, Marmeladen, Cerealien, Aufschnitt, Lachs, Käse. Auch Rührei, Bacon und Würstchen soll es geben, doch die dafür vorgesehenen Schalen sind leer bis auf einen unappetitlichen Rest und werden auch für lange Zeit nicht wieder aufgefüllt. Daneben gibt es noch verschiedene Salate, wie Rindfleischsalat, Hähnchensalat, Salat mit Chorizo und ein bisschen grünen Salat, wobei es dazu nur zwei Dressings gibt, die auch nicht wirklich originell sind.

Auch bei den warmen Gerichten dominiert Fleisch: Es gibt Grillstationen, an denen Rindersteaks, Putensteaks und Tilapiafilets gegrillt werden. Ich entscheide mich fuer Rindersteak und werde explizit gefragt, ob ich es medium möchte. Als ich verneine und nach Well Done frage, wird das Steak  von einer sehr nervös und aufgeregt wirkenden jungen Köchin nocheinmal auf den Grill gelegt und mir kurz danach auf den Teller gelegt. Doch am Tisch muss ich feststellen, dass das Fleisch so garnicht welldone ist, sondern noch total medium mit rosa Fleisch und Fleischsaft, der beim Schneiden rauslaeuft, also ist nach einem Bissen schon Schluss mit dem Steak.  Ansonsten gibt es noch Muscheln, Spaghetti als Beilage ohne Sauce, Zucchini-Tomaten-Gemuese. Insgesamt also eine eher maue warme Speiseauswahl.

Das Dessertbuffet hatte in jedem Fall ein Highlight: der Schokobrunnen mit Marshmallows und Früchten zum Dippen! Dazu noch die obligatorischen Poffertjes, die sich auch prima in der Schokolade dippen lassen. Ansonsten viel frisches Obst, Kuchen und einige Puddingartige Dinge. Der Nachtisch ist wirklich ganz lecker.

Zum Service kann man sagen, dass dieser sehr aufmerksam und freundlich ist und man auch mit einem ueberall herumturnenden Kind nicht negativ auffaellt. Fuer die Kinder hat das Restaurant auch eine Spielecke eingerichtet, die jedoch aufgrund der hohen Lehnen der Sitzbänke nicht vom Tisch einsehbar ist, so dass man zum Betreuen doch Aufstehen und sich in die Spielecke setzen muss. Aber da gibt es viel Spielzeug, eine Brio-Anlage und Bücher und die Kinder sind gut beschäftigt.

Bezahlen kann man mit Kreditkarten, EC-Karte und natürlich bar. Trotz unseres Vierjährigen Sohnes bezahlen wir nur zwei Erwachsene. Ich nehme das einfach mal als Wiedergutmachung für mein blutiges Welldone-Steak.

Fazit: Kann man noch einmal ausprobieren. Das ganze lohnt sich wahrscheinlich noch mehr, wenn die Kinder tatsächlich auch zum Pizzabacken gehen und damit noch mehr Spass haben.

Location: Am Hülserhof 57, 40472 Düsseldorf
Telefon: (0211) 200 63 0
Preise: ok
Empfehlung: Schokobrunnen, Pizzabacken für Kinder (vermutlich)
Erstbesuch: 26. August 2012

Sonntag, 24. Juni 2012

Eigelstein, Düsseldorf

Es war mal wieder Zeit, eine neue Frühstückslocation auszuprobieren und da im Netz immer wieder der Name "Eigelstein" fiel, haben wir beschlossen, das mal auszuprobieren. Der erste Versuch, an Pfingstsonntag hinzugehen, war gescheitert, weil es einfach schon voll war.

Diesmal riefen wir am Mittwoch für Sonntag an und bekamen auch gleich einen Tisch. Da wir mit Kindern immer schon früh wach sind, haben wir gleich um 10 Uhr zum Brunchbeginn reserviert. Wir kriegen den Tisch direkt an der Kinderecke und ein Hochstuhl ist auch schnell gebracht.

Eine ältere französischstämmige Frau fungiert als Kinderbetreuung und soll wohl vor allem dafür sorgen, dass die Kinder nicht von der Stufe fallen, die sich am Ende der Kinderecke befindet. Es gibt jede Menge Spielzeug, Bücher und Malutensilien. Von unserem Tisch können wir die Spielecke zwar gut im Auge behalten, müssen allerdings auch die anderen Kinder mit ihrem Lärm und ihren Grosseltern und Eltern ertragen und man kommt nicht richtig zur Ruhe.

Aber wir sind hungrig und wollen erstmal essen und trinken. Getränke sind im Preis von 16,90 EUR pro Person (Kinder bis 6 kostenlos, 6-12jährige 12,90 EUR) nicht enthalten und wir bestellen erstmal einen frischen Minztee und eine Flasche stilles Wasser. Da es sich offiziell um ein Brunchbuffet befindet, soll es wohl auch warmes Essen geben, aber das gibt es erst ab 12 Uhr. Daher widmen wir uns erst einmal dem kalten Teil. Es gibt neben Croissants, verschiedene Brot- und Brötchensorten und die üblichen Aufschnittvarianten (Salami, Kochschinken, luftgetrockneten Schinken, Leberwurst, Marmeladen, Nutella, Käsesorten, frisches Mett mit Zwiebeln), dazu kann man sich vom Koch frisches Rührei zubereiten lassen. Gekochte Eier gibt es auch und dazu noch Kartoffelsuppe. Einige Antipasti, Löffel-Schnuckereien (Garnele in Pumpernickel, Lachsmousse und Oliventapenade), Salate und Würstchen und Speck und frisches Obst runden das kalte Angebot ab. Alles ist sehr frisch und lecker und macht schon ausreichend satt. Doch natürlich wollen wir auch vom warmen Teil was probieren und lassen noch etwas Platz im Magen.

Die Warmhaltebehälter haben die Schildchen bereits stehen und versprechen: Schupfnudeln, Zanderfilet, Lachs, Schweinebraten, Kroketten, Potato Wedges, Hähnchen-Curry und Chicken Wings. Doch leider ist das meiste viel zu stark gesalzen. Mag sein, dass wir nur etwas Pecht hatten, weil der Koch verliebt war, wir sind jedoch ziemlich enttäuscht vom warmen Angeboten und hätten stattdessen lieber etwas weniger für das kalte Buffet bezahlt.
Das Nachtischangebot besteht nur aus Vanillepudding, roter Grütze und Kuchen (plus frischem Obst), ist zwar von OK-Qualität, aber bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Eine Frechheit hingegen ist jedoch, dass es auf den Toiletten einen Klomann gibt, der tatsächlich noch Geld haben will, dafür dass die Toiletten nicht wirklich sauber sind und wir ausreichend verzehren.

Völlig indiskutabel ist das Publikum, was - typisch für den Medienhafen - ziemlich schleimig und schicki-micki ist. Besonders fiese Exemplare dieser Spezie sitzen direkt an unserem Nebentisch und wir gruseln uns sehr.

Vielleicht haben wir ja - wie schon gesagt - einfach nur heute Pech gehabt, aber ich denke nicht, dass wir wiederkommen werden. Als Pluspunkt kann man in jedem Fall werten, dass man dort mit EC-Karte zahlen kann, aber das ist ein bisschen wenig, wenn man sich ein leckeres Brunch erhofft hat.

Fazit: Wenn wieder Eigelstein, dann ein Tisch, der etwas weiter von der Kinderecke entfernt ist. Aber eigentlich muss es gar nicht wieder sein. Preise, Publikum, Toiletten und warmes Buffet sprechen eindeutig dagegen.

Location: Hammer Straße 17, 40219 Düsseldorf
Telefon: (0211) 60 27 477
Preise: teuer
Empfehlung: eigentlich keine
Erstbesuch: 24. Juni 2012

Sonntag, 8. April 2012

Bazzar, Düsseldorf

Nachdem es uns schon mehrfach von verschiedenen Seiten empfohlen wurde, haben wir es am Valentinstag endlich dorthin geschafft: das Bazzar Caffè. Es gibt noch eine Location in der Nähe der Metro in der Schlüterstraße, aber es soll natürlich erstmal das Original besucht werden.

Das Caffè ist im vorderen Teil und eher eng bestuhlt und im hinteren Teil werden Kaffeebohnen und Espressomaschinen verkauft. Natürlich ist der Kaffee hervorragend gut und in diversen Variationen von purem Espresso bis Latte Macchiato und mit diversen Sirups erhältlich. Täglich gibt es dazu noch frisch gebackenen Kuchen. Lecker klingen auch die belegten Croissants und Paninis, aber die werden wohl erst beim nächsten Mal probiert.

Es ist sehr gut besucht und aufgrund der engen Bestuhlung nicht für Familien mit kleinen Kindern geeignet, sondern ein ausgesuchtes Erwachsenen-Caffè. Auch der Gang durch den kleinen Shop auf der hinteren Seite des Caffès ist einen Besuch wert, denn neben diversen Espresso-Tassen haben wir auch die Espresso-Kanne für exakt zwei Tassen Espresso entdeckt.

Bei gutem Wetter kann man auch auf der Terrasse sitzen und das Treiben am Stadtbrückchen beobachten.


Location: Heinrich-Heine-Allee 53, 40213 Düsseldorf
Telefon: (0211)32 24 45
Preise: moderat
Empfehlung: Kaffee
Erstbesuch: 14. Februar 2012

Samstag, 31. Dezember 2011

Tucan's, Düsseldorf

Mit der Systemgastronomie ist das so eine Sache - aber wenn sie gut gemacht ist, kann sie auch eine gute Sache sein. Das Tucan's ist ein Ableger der Maredo-Steakhauskette und daher geht es auch hier um Fleisch. Das Restaurant im Düsseldorfer Medienhafen scheint - wenn man der Internet-Recherche am Ende des Jahres 2011 glauben kann - auch das erste seiner Art zu sein.

Wie authentisch das angebotene brasilianische Rodizio ist, wollen wir nicht beurteilen, denn hier geht es uns in erster Linie um einen netten, leckeren Restaurant-Besuch mit der ganzen Familie - und da macht das Tucans eine sehr gute Figur. Im Medienhafen gibt es ja viele Gastronomie-Angebote und fast alle befinden sich in angenehm lichtdurchfluteten Neubauten. Drinnen ist auch alles neu und nicht zu rustikal. Trotz einer reichlichen Ladenfläche wirkt es nicht wie eine Bahnhofshalle.

Mittags ist es überschaubar leer, wobei der Mittagstisch bis 16 Uhr angeboten wird. Kinderstühle gibt es entsprechend ausreichend, alle sind sehr freundlich - auch wenn wir zweimal an Bestellungen erinnern müssen. Wir bestellen das Mittags-Rodizo mit sechs Sorten Fleisch vom Spieß für 15,50 Euro pro Person. Der Clou für Familien: Kinder bis 8 Jahre zahlen gar nichts und Kinder zwischen 8 und 12 Jahren die Hälfte - eine Regelung, die uns sehr gut gefällt, besonders weil der Größere bei gegrillten Fleisch schon ganz gut zuschlagen kann.

Der "Fleischmann" kommt mit den Spießen an den Tisch und säbelt einem soviel runter wie man essen mag. Zu erst kommen Würstchen, Pute im Speckmantel und Hühnerflügel, in der nächsten Runde Kassler, dann Lamm und später noch mal Tafelspitz. Wenn man lange genung aushält kann, man weitere Runden mitnehmen. Dazwischen kommt Gemüse und Beilagen aus der Küche. Zuvor kann man an die Vorspeisen- und Salat-Bar, die man auch aus dem Maredo kennt - irgendwelche Synergie-Effekte muss es bei Systemgastronomie ja geben. Das Nachtisch Bueffet ist ausreichend bestückt und ob man sich von der gegrillten Ananas etwas herunter säbeln lassen möchte, kann jeder selbst entscheiden.

Für einen Familien-Lunch eine nette, gut kalkulierbare Sache. Bezahlt werden kann mit allen üblichen Karten.

Location: Hammer Str. 17, 40219 Düsseldorf
Telefon: (0211)59876292
Preise: moderat
Empfehlung: Mittags-Rodizio
Erstbesuche: 30. Dezember 2011

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Freitag, 7. Oktober 2011

Okinii, Düsseldorf

Der Mittagstisch ist günstig und sättigend. Das ist nicht das Schlechste, was man über ein Restaurant schreiben kann. Wenn es jedoch bereits das Beste wäre, dann ist das eher schade. Dass man im Okinii satt werden kann, liegt am hauseigenen "Japanese all you can eat Konzept". Dazu kommt ein lounge-artiges, grossstädtisch anmutendes Interieur und ein unaufgeregtes Ambiente. Von den Rahmenbedingungen wirkt daher alles recht stimmig.

Trotz "Iss, was Du kannst" wird das Okinii nicht zum "Fresstempel": Pro Person und Bestellrunde dürfen maximal acht Items geordert werden, neu bestellt werden darf erst, wenn alles aufgegessen wurde und nicht verzehrte Speisen werden zusätzlich berechnet, damit man sich nicht weit über seinen Hunger Essen auftragen lässt.

Der ganze Bestellvorgang ist schon Teil des Spaßes, denn jeder Tisch bekommt ein iPad mit entsprechendem App. Man "touched ein", was man haben möchte und wenn man "OK" drückt geht die Bestellung wireless an die Küche. Die App zählt mit und hat auch eine achtminutige Ordersperre nach jeder Bestellung. Für uns war das technisch gestützte Orderverfahren neu und daher interessant - vielleicht auch deswegen, weil der Erstbesuch auf den Tage der Todesnachricht von Steve Jobs fiel. Wir könnten uns aber vorstellen, dass solche Lösungen die Runde machen und dann ist es auch nicht mehr ganz so interessant.

Nun muss man natürlich auch irgendwas zum Essen sagen: Fast alles ist handwerklich ok, aber die Systemgastronomie (es gibt noch weitere Okiniis in Wiesbaden und Saarbrücken) ist nicht unbedingt authentisch janpanisch, sondern eher so, wie sich Europäer japanisches Essen vorstellen und wünschen. Ein bisschen erinnert mich das ganze Konzept an die Ping Pong Restaurants, die Dim Sum für den Mainstream anbieten, wobei Ping Pong aber auch noch richtig lecker ist.

Mittags ist die Auswahl etwas geringer als abends, dafür kostet es werkstags auch nur 13,90 pro Person. Ich hatte am Ende dann doch recht viel Huhn - gebraten, verschieden frittiert, im Maki und mit Teriyaki Sauce und musste ein bisschen an den Wienerwald denken. Gezahlt werden kann mit alle möglichen gängigen Karten. Die Rechnung wird übrigens auch per iPad bestellt.

Location: Immermannstraße 35, 40210 Düsseldorf
Telefon: (0211)16099580
Preise: Mittagstisch ist günstig, wenn man Hunger hat
Empfehlung: Bestellvorgang & Ambiente
Erstbesuche: 06. September 2011

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